Taxischein machen – Voraussetzungen um Taxifahrer zu werden?

Personenbeförderungsschein für Taxifahrer

Taxischein machen und Taxifahrer werden - so geht's

Taxifahren kann eine ideale Möglichkeit sein, um sich etwa neben dem Hauptjob am Wochenende Geld dazu zu verdienen. Hier erfahren Sie, welche Voraussetzungen für den Taxischein benötigt werden und welche Aufgaben der Job als Taxifahrer mit sich brngt.

Bevor man sich aber hinter das Steuer eines Taxis setzen darf, muss man einige Voraussetzungen erfüllen. Neben einem Führerschein als Grundvoraussetzung benötigt man vor allem einen Taxischein und auch in Flensburg sollte man nicht zu bekannt sein. Am Ende der Mühen steht aber die offizielle Erlaubnis, Personen zu befördern und den spannenden Beruf des Taxifahrers ausüben zu dürfen.

Taxifahrer werden – die Voraussetzungen

Um Taxifahrer werden zu können, muss man einige Grundvoraussetzungen erfüllen. Ein Führerschein der Klasse B, früher Klasse 3, ist selbstverständlich nötig. Als Taxifahrer muss man außerdem das Mindestalter erfüllen, das bei 21 Jahren liegt. Weiterhin benötigt man mindestens zwei Jahre Fahrpraxis. Beim Verkehrszentralregister in Flensburg darf man als angehender Taxifahrer nicht zu bekannt sein, zwei bis drei Eintragungen sind allerdings in Ordnung. Wer Taxifahrer werden möchte, benötigt zudem ein sauberes polizeiliches Führungszeugnis, das ebenfalls Voraussetzung dafür ist, Personen gewerblich befördern zu dürfen. Das Führungszeugnis bekommt man gegen eine kleine Gebühr bei den örtlichen Behörden. Was dann noch fehlt, ist ein medizinisches Gutachten, das die gesundheitliche Eignung und Belastbarkeit bestätigt und eine Untersuchung beim Augenarzt, die zu dem Ergebnis kommt, dass das eigene Sehvermögen für den Straßenverkehr und die Beförderung von Personen ausreicht.

Der Taxischein – unbedingt notwendig

Um als Taxifahrer Personen befördern zu dürfen, ist unbedingt ein Taxischein nötig. Dieser Personenbeförderungsschein, auch P-Schein genannt, kann bei der zuständigen Führerscheinstelle beantragt werden. Für den Antrag benötigt man einige der oben genannten Unterlagen und zwar einen Personalausweis oder Reisepass mit der aktuellen Meldeadresse, einen gültigen EU-Führerschein als Plastikkarte, das medizinische Gutachten, den Nachweis über die augenärztliche Untersuchung und das polizeiliche Führungszeugnis. Mit der Anmeldung erklärt man sich dazu bereit, das eine Auskunft aus dem Verkehrszentralregister in Flensburg eingeholt wird. In der Zeit zwischen der Anmeldung und der Prüfung, meist mehrere Wochen, gilt es dann, sich auf die bevorstehende Prüfung vorzubereiten. In einigen Großstädten gibt es bereits “Taxischulen” bei denen man sich gegen eine Gebühr auf die Prüfung vorbereiten lassen kann. Im Internet findet man mittlerweile ebenfalls viele hilfreiche Tipps und vorbereitende Maßnahmen für den Taxischein. Die örtlichen Taxizentralen geben auf Nachfrage weitere Auskünfte.

Taxifahrer brauchen einen Taxischein

Um als Taxifahrer Personen befördern zu dürfen, ist der sogenannte Taxischein notwendig.

Die Ortskundeprüfung als größte Hürde Ein wesentlicher Teil des Taxischeins ist die Ortskundeprüfung, bei der die Ortskenntnis angehender Taxifahrer geprüft wird. Diese Prüfung muss innerhalb von zwölf Monaten nach der Anmeldung beim Straßenverkehrsamt abgelegt und bestanden sein. Ohne bestandene Ortskundeprüfung gibt es keinen Taxischein.

Abgefragt werden bei der Prüfung für den Taxischein lokale Begebenheiten: Stadtteile, die Lage und Anbindung größerer Straßen, Autobahnen oder Bundesstraßen. Auch Fragen zur kürzesten Strecke zwischen zwei Punkten gehören zur Prüfung. Kenntnisse zu Sehenswürdigkeiten, öffentlichen Einrichtungen, Hotels und anderen bekannten Punkten sind ebenfalls Bestandteil dieser Prüfung, die für viele angehende Taxifahrer die größte Hürde darstellt, denn die Durchfallquote ist relativ hoch. Zwar darf die Ortskundeprüfung beliebig oft wiederholt werden, auf Dauer wird das mit 55 – 60 Euro pro Prüfung aber teuer. Hat man die Ortskundeprüfung aber erstmal bestanden, kann man sich den Taxischein ausstellen lassen und ganz offiziell gewerblich Personen befördern.

Taxifahrer – unterschiedliche Verdienstmöglichkeiten

Bei Taxifahrern gibt es extrem unterschiedliche Verdienstmöglichkeit, die lokal sehr stark variieren und von vielen Faktoren abhängig sind. Angestellte Taxifahrer bekommt oft einen Umsatzanteil von 40-50% der eingenommenen Einnahmen abzüglich der Umsatzsteuer, der ab und zu noch durch verschiedene Boni und das Trinkgeld der Fahrgäste aufgestockt wird. Der wahre Verdienst ist also in den meisten Fällen davon abhängig, wie viel Umsatz man generiert. Als Taxifahrer profitiert man daher von idealen Standorten mit möglichst vielen Touren, wie zum Beispiel beim Flughafentransfer oder in der Nähe großer Bahnhöfe. Taxifahrer, die den Beruf nur als Nebenjob, etwa am Wochenende, ausüben sind oft auch als Minijobber auf 450-Euro-Basis angestellt.

In Bayern gibt es einen festen Tarifvertrag für Taxifahrer, der im Stadtgebiet München 45% Anteil am Umsatz beträgt und in den anderen Orten bei 40% liegt. In Bayern gibt es außerdem einen garantierten Lohn: 1660 Euro brutto in München und 1610 Euro brutto in den übrigen Orten. Dieser Mindestlohn gilt allerdings nur, wenn an mindestens 22 Tagen Arbeitsleistung erbracht wird, Teilzeitkräfte bekommen den Garantielohn nur anteilig im Verhältnis zu den Einsatztagen.

Die Vor- und Nachteile des Jobs als Taxifahrer

Das Taxifahren bietet mit Sicherheit einige Vorteile und ist besonders für offene und kontaktfreudige Menschen geeignet. Man lernt auf den Fahrten jede Menge unterschiedliche Leute kennen und wird oft in interessante Gespräche verwickelt. Nachteulen kommen auf bei Nachtfahrten auf ihre Kosten, wer lieber tagsüber fährt, kann sich oft darauf beschränken. Durch die vielen Kilometer kann man als Taxifahrer besonders viel Erfahrung im Autofahren sammeln. Positiv ist ebenfalls die Kollegialität unter den Taxifahrern, die in den meisten Orten besonders groß ist.

Wie jeder Beruf, hat auch der des Taxifahrers seine Schattenseiten. Überfälle sind in dem Geschäft leider keine Seltenheit und auch angetrunkene, laute und pöbelnde Fahrgäste sind nicht immer angenehm, spätestens wenn sie im Rausch das Taxi beschmutzen oder nicht zahlen wollen. Dazu kommt, dass es sehr anstrengend sein kann, mehrere Stunden konzentriert hinter dem Steuer zu sitzen. Generell ist man im Straßenverkehr immer den üblichen Gefahren ausgesetzt und besonders als Taxifahrer mit entsprechend vielen Kilometern auf dem persönlichen Tacho kann man durch eigenes oder fremdes Verschulden zum Unfallopfer werden. Als Taxifahrer braucht man ab und zu also auch ein dickes Fell.

Durch den Autor: im Themenbereich Auto abgelegt.
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