Schweißausbrüche – Wie viel Schwitzen ist normal?

Tipps gegen das Schwitzen

Schweißausbrüche - Wie viel Schwitzen ist normal?

Hier erfahren Sie, warum es wichtig ist das wir schwitzen und wie viel Schwitzen noch normal ist. Sie erfahren ausserdem, warum manche Menschen sehr schnell nach Schweiß riechen und was man gegen starkes Schwitzen, Schweißgeruch und feuchte Achselflecken tun kann.

Mit Schweiß hat jeder schon einmal unangenehme Erfahrungen gemacht, sei es wegen Achselflecken auf dem Hemd oder T-Shirt, wegen dem eigenen unangenehmen Geruch im Sommer, oder wegen Schweißperlen und feuchten Händen bei einem Bewerbungsgespräch. Das Schwitzen ist eine natürlich und wichtige Körperfunktion, dennoch kommen immer wieder Fragen auf, wie viel Schwitzen noch normal ist und mit welchen Tricks man dem Schweiß begegnen kann.

 

Warum schwitzen wir & wie entsteht Schweiß?

Wenn wir schwitzen, hat unser Körper seine Klimaanlage eingeschaltet. Wenn der Schweiß auf der Haut verdampft, wird dem Körper dadurch überschüssige Wärme entzogen. Wenn der Körper sich nicht auf diese natürliche Art und Weise von der Hitze befreien könnte, würden wir quasi innerlich kochen.

Daher ist es so wichtig, dass wir schwitzen. Die salzigen Schweißperlen selbst, werden unter der Haut in den sogenannten ekkrinen Drüsen gebildet. Jeder Mensch besitzt zwischen 2 und 3 Millionen solcher Drüsen, die sich auf den ganzen Körper verteilen. Zusätzlich zu diesen ekkrinen Drüsen, gibt es noch sogenannte apokrine Schweißdrüsen. Diese Drüsen treten bei starker Erregung wie Angst oder Wut in Aktion.

Warum riecht man nach Schweiß?

Frischer Schweiß, der gerade erst aus den Drüsen an die Hautoberfläche ausgetreten ist, ist erst einmal geruchlos. Für den unangenehmen Schweißgeruch sind Bakterien verantwortlich, die sich auf der Haut befinden. Diese Bakterien sind vollkommen harmlos, zersetzen jedoch die salzigen Schweißtropfen, wodurch der typische Schweißgeruch entsteht. In den feuchtwarmen Achselhöhlen können sich diese Bakterien besonders gut ausbreiten, daher sind die Achseln meist der Ort, an dem man nach dem Schwitzen als erstes müffelt. Die Intensität und die individuelle Duftnote des Schweißgeruches sind von Mensch zu Mensch verschieden. Manch einer müffelt schon nach der kleinsten Anstrengung, bei anderen dauert es sehr lange bis ein wahrnehmbarer Schweißgeruch entsteht.

Was hilft gegen Schweißgeruch und feuchte Achselflecken?

Um Schweißgeruch und Achselschweiß entgegenzuwirken, greift man bevorzugt auf Deodorants, Antitranspirantien oder, im Fall von 24- und 48 Stunden Deos, eine Kombination aus beidem zurück. Deodorants und Deoroller enthalten parfümierte Inhaltsstoffe, die den lästigen Schweißgeruch überdecken sollen. Antitranspirantien sorgen dafür, dass weniger Schweiß aus den Schweißdrüsen an die Hautoberfläche gelangt, indem die Ausgänge der Schweißdrüsen verengt werden. So tritt bis zu 60 Prozent weniger Schweiß aus, was in den meisten Fällen sichtbaren Achselschweiß an Hemd und T-Shirt verhindern kann.

Wie viel Schwitzen ist normal?

Im Sommer und bei körperlicher Anstrengung ist das Schwitzen ganz normal.

Im Sommer und bei körperlicher Anstrengung ist das Schwitzen ganz normal.

Das wir schwitzen ist, wie bereits erwähnt, ganz normal. Jedoch leiden viele Menschen darunter, dass sie auch ohne körperliche Anstrengung oder erhöhte Temperaturen ständig schwitzen. Das Phänomen ohne ersichtlichen Grund zu schwitzen wird Hyperhidrose genannt. Es äußert sich bei vielen Menschen unterschiedlich stark, manche haben immer feuchte Hände oder Schweißfüße, andere schwitzen am ganzen Körper. Wer vermehrt schwitzt, sollte die Ursache bei einem Arzt überprüfen lassen, denn die Hyperhidrose kann verschiedene Ursachen wie Diabetes oder eine Überfunktion der Schilddrüse haben. Ist die Haut immer schweißnass, kann dies zu Hautpilz, Warzen oder anderen bakteriellen Infektionen führen.

Tipps gegen das Schwitzen

Natürlich gibt es einige Dinge, die man als starker Schwitzer ausprobieren kann um die Qual mit den Schweißperlen zu lindern. Der erste Blick sollte auf die eigene Ernährung fallen. Auf Alkohol, Koffein, scharfes und salziges Essen sollte man verzichten und stattdessen auf leicht verdauliche Lebensmittel wie Fisch, Gemüse oder mageres Fleich zurückgreifen. Mit dieser Ernährungsumstellung können auch die Pfunde purzeln, was einer weiteren Ursache für starkes Schwitzen entgegen wirken kann, dem Übergewicht.

Auch auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr muss geachtet werden. Neben der Ernährung spielt auch die Kleidung eine Rolle. Starke Schwitzer sollten auf Kleidung aus Kunstfaser verzichten und zu atmungsaktiven Materialien wie Baumwolle, Leinen oder Viskose greifen. Dem ekligen Schweißgeruch kann man durch die Entfernung der Achselhaare entgegenwirken. Mit den abrasierten Achselhaaren verschwinden auch die idealen Lebensbedingungen der geruchsbildenden Bakterien.

Zur Abklärung ihrer Schweißausbrüche befragen Sie bitte Ihren Hautarzt. Er kann den Ursachen mit einigen kleinen Tests auf den Grund gehen und eine Entscheidung bezüglich weiterer Behandlungsmöglichkeiten im Falle einer Hyperhidrose treffen.

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