Patentante oder Patenonkel werden – Aufgaben & Pflichten?

Informationen zur Patenschaft

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Wer als Patentante oder Patenonkel für ein Kind ausgewählt wird, steht vor vielen verantwortungsvollen Aufgaben. Hier finden Sie einige Informationen darüber, welche Aufgaben und Verpflichtungen man mit einer Patenschaft übernimmt und welche Voraussetzungen man als zukünftiger Pate erfüllen muss.

Das Amt der Patentante oder des Patenonkels geht mit zahlreichen Anforderungen und Pflichten einher. Die Eltern sprechen den Paten viel Vertrauen aus, verleihen mit der Taufe ihres Schützlings jedoch auch ein hohes Maß an Verantwortung. Doch was genau sind die Aufgaben und Pflichten von Paten in der heutigen Zeit und wer genau kann das Amt ausführen?

Aufgaben & Pflichten von Patentante und Patenonkel?

Die erste und wichtigste Aufgabe der Patentante oder des Patenonkels ist das Begleiten des Patenkindes auf christlichem Wege von der Taufe bis in die Welt der Erwachsenen. Der Pate soll dabei neben den Eltern ein hilfreicher und wichtiger Ansprechpartner und ein wahrer Freund sein, der seinem Patenkind jederzeit mit Rat und Tat zur Seite steht. Ein Pate ist also auch eine wichtige Bezugsperson und Stütze, wenn das Kind Schwierigkeiten hat uns sich nicht oder nicht nur seinen Eltern anvertrauen möchte.

Mit der Taufe verspricht der Pate Verantwortung für sein Patenkind zu übernehmen.Das Patenamt ist aber lediglich ein moralischer und kein gesetzlich festgelegter Bund. Mit der Taufe verspricht der Pate jedoch, eine große Verantwortung zu übernehmen und für sein Patenkind in allen Lebenssituationen da zu sein. Dazu gehört auch die Teilnahme an besonderen Ereignissen im Leben des Kindes, wie zum Beispiel an Geburtstagen, an dem ersten Schultag oder an der Kommunion oder Konfirmation. Außerdem besitzt der Pate die Pflicht, am Tage der Taufe zusammen mit den Eltern des Kindes das Glaubensbekenntnis zu sprechen. Somit verpflichtet sich die Patentante oder der Patenonkel selbst dazu, das Patenkind mit dem Glauben vertraut zu machen. Die genauen Aufgaben und Pflichten sollten die Eltern in jedem Falle mit den ausgewählten Paten besprechen, um so ausdrücklich zu erläutern, was sie von den Paten ihres Kindes erwarten.

Wie lange bleibt man Pate?

Paten bleiben für gewöhnlich bis zur Firmung oder Konfirmation des Patenkindes in ihrem Amt. Danach sind sie laut der Regeln der Kirche von allen Pflichten erlöst, da dem Kind selbst die volle Religionsmündigkeit zugesprochen wird. Das bedeutet aber nicht, dass der Pate danach die enge Verbindung zu seinem Patenkind vernachlässigen sollte. Diese Beziehung gilt es auch später noch so sehr zu pflegen, dass die Patentante oder der Patenonkel noch lange eine wichtige und vertrauenswürdige Bezugsperson im Hinblick auf schwierige Lebenslagen und Entscheidungen bleibt. Tritt der Pate jedoch während seiner Amtszeit aus der Kirche aus, übt er aus kirchlicher Sicht auch das Patenamt nicht mehr aus. Da er aber Zeuge der Taufe war, sollte der Pate auch danach noch eine wichtige Bezugsperson für das Kind bleiben.

Wie wird man Pate?

Patentante oder Patenonkel wird man, indem man von den Eltern des Schützlings für dieses Amt ausgewählt wird. Dies ist für viele eine große Ehre, da die Eltern dem Paten ihr vollstes Vertrauen schenken und diesem eine große Verantwortung übertragen. Das Patenamt üben meist Personen aus, die den Eltern besonders nahe stehen. Die Eltern dürfen für ihr eigenes Kind hingegen nicht das Patenamt übernehmen.

Um das Amt überhaupt ausüben zu dürfen, müssen Sie mindestens 16 Jahre alt und entweder gefirmt oder konfirmiert sein. Außerdem sollten Sie der christlichen Kirche angehören, da Sie Ihr Patenkind nur auf christlichem Wege begleiten können, wenn Sie selbst hinter diesem Glauben stehen. Vor der Taufe wird deshalb ein Patenschein von Ihnen benötigt, der Sie befähigt, das Amt auszuüben.

Bräuche und Geschenke

Am Tag der Taufe gilt es allgemeinhin als Brauch, dass die Paten für die Taufkerze, das Taufkettchen und den Taufbrief zuständig sind. Der Tradition entsprechend sorgen die Taufpaten zudem auch für einen kleinen Beitrag zur finanziellen Absicherung des Kindes. Auch in den Folgejahren verwöhnen Patentanten und Patenonkel ihre Patenkinder gerne mit Geschenken. Dabei sollte jedoch stets der Sinn des Amtes im Hinterkopf behalten werden. Da die Patenschaft eng mit Unterstützung verbunden ist, sind Geschenke zur finanziellen Absicherung immer ein gutes Geschenk.  Aber auch eine Kinderbibel ist ein sehr sinnvolles Geschenk eines Paten. Wie das Taufgeschenk und spätere Geschenke für das Patenkind jedoch genau aussehen sollten, sollten die Paten am besten mit den Eltern vereinbaren.

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