Mundgeruch – Was hilft gegen schlechten Atem?

Mundgeruch und schlechter Atem

Mundgeruch - Was hilft gegen schlechten Atem?

Mundgeruch ist für den Betroffenen und insbesondere auch für seine direkten Mitmenschen eine ziemlich unangenehme Angelegenheit. Hier finden Sie einige Informationen darüber, welche Ursachen dem Mundgeruch zugrunde liegen können und wie man schlechtem Atem vorbeugen kann.

Das Gefühl einen schlechten Atem zu haben dürfte jedem bekannt sein. Vornehmlich nach dem Genuss von Knoblauch, herzhaftem Käse, Zwiebeln oder Alkohol ist dies der Fall. Doch oftmals liegen die Ursachen woanders und der Mundgeruch wird darüber hinaus lediglich von den Mitmenschen bemerkt. Es entsteht eine Situation, die für alle Beteiligten mit einem großen Unbehagen verbunden ist. Meistens aus Pietät verschwiegen, kann es bei einem andauernden Mundgeruch gar zu einer sozialen Ausgrenzung kommen. Damit Ihnen ein solches Szenario erst gar nicht widerfährt, sollten Sie die Ursachen ermitteln und Gegenmaßnahmen ergreifen.

Ursachen für Mundgeruch

Die Ursachen für Mundgeruch sind vielfältiger Natur. Zeitlich begrenzt tritt er durch den Konsum verschiedener Speisen, Getränke oder auch Tabak auf. Jedes dieser Auslöser verursacht jedoch einen charakteristischen Geruch, der sich deutlich von dem fauligen Atem unterscheidet, der über einen längeren Zeitraum aus dem Mund oder seltener auch aus der Nase ausströmt. Auf der Suche nach dem verursachenden Faktor lässt sich grob eine Einteilung in lokale und systemische Ursachen vornehmen.

Mundgeruch

Mundgeruch kann viele Ursachen haben und sollte kein Tabuthema sein, denn der Betroffene merkt meist nichts von seinem Mundgeruch. Freunde und Kollegen allerdings schon.

Der häufigste Auslöser von Mundgeruch ist eine mangelnde Mund- und Zungenhygiene. Hinzu kommen Essensreste im Mundraum, Entzündungen und Infektionen in der Mundhöhle, dem Zahnfleisch oder im Nasen-Rachenraum, mangelnder Speichelfluss, Parodontose aber auch bösartige Tumore.

Weitere Ursachen für schlechten Atem und Mundgeruch können jedoch auch verschiedenste Allgemeinerkrankungen sein, zu denen Diabetes, Nierenversagen, Lebererkrankungen, ein Zwerchfellbruch, eine gestörte Darmflora oder ein lang anhaltender Hunger zählen. 80% bis 90% der Fälle ist jedoch auf lokale Ereignisse zurückzuführen, was den Vorteil einer einfachen Bekämpfung mit sich bringt.

Wirksame Vorbeugung vor Mundgeruch

Vorsorge ist besser als Nachsorge, so lautet ein altbekanntes Rezept. Auch im Falle von Mundgeruch lassen sich eine Reihe zuverlässige Tipps zur Vorbeugung anwenden. Gerade durch bewusste und gesunde Ernährung können zahlreiche Ursachen im Keim erstickt werden. Ratsam ist eine Ernährung, die arm an Eiweiß und Säuren ist. Dies verhindert die übermäßige Ansiedlung von Fäulnisbakterien im Mundraum und verringert darüber hinaus das Kariesrisiko.

Eine ausgewogene Ernährung, mit kleinen über den Tag verteilten Mahlzeiten, verhindert zudem einen leeren Magen, der wiederum als Auslöser für Mundgeruch gilt. Zudem kann es ratsam sein, eine etwaige Laktose-Unverträglichkeit prüfen zu lassen. In einem solchen Fall gilt es den Konsum von Milchprodukten einzuschränken, beziehungsweise auf laktosefreie Milchprodukte umzusteigen. Wichtig ist zudem ein ausgewogener Mineralien- und Vitaminhaushalt. Vor allem ein Mangel an Zink sowie an den Vitaminen B und C kann zu Mundgeruch führen. Nur mit einer gesunden Zufuhr von Spurenelementen und essentiellen Vitaminen kann der Körper eine gute Verdauung gewährleisten.

Mundhygiene

Tägliche Mundhygiene ist wichtig sehr wichtig um Mundgeruch zu vermeiden.

Negativ schlägt, wie Eingangs erwähnt, auch der Konsum von Tabak, Koffein und Alkohol zu buche. Nachteilige Effekte betreffen nicht nur die Mundhöhle, sondern das gesamte Verdauungssystem. Von ausschlaggebender Bedeutung ist jedoch eine regelmäßige Mund- und Zungenhygiene, die jedoch nicht mit einem scharfen Mundwasser durchgeführt werden sollte. Zähneputzen, Zugenreinigung, Zahnseide und Zwischenzahnbürsten genügen vollends, um eine gesunde Mundflora zu gewährleisten. In einem halbjährlichen oder ganzjährigen Zyklus, je nach individuellen Voraussetzungen, sollte eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt durchgeführt werden. Dies lässt sich ideal mit einer Kontrolluntersuchung verbinden.

Heutzutage ist Stress ein wichtiger Auslöser für viele Krankheitssymptome. Auch für Mundgeruch kann ein zu hoher Stresspegel eine Ursache sein. Oftmals wird in einer solchen Zeit das Ess- und Trinkverhalten negativ beeinflusst. Dies zieht wiederum die Verdauungstätigkeit in Mitleidenschaft, also eine ausgewiesene Ursache für schlechten Atem. Daher ist es wichtig, dass Sie in einer stressigen Lebensphase, egal ob privat oder beruflich, bewusst auf eine ausgewogene Ernährung achten.

Zuverlässige Hausmittel gegen Mundgeruch

Auf natürliche Art und Weise lässt sich der Atem mit Petersilie verbessern. Ein wenig frische Petersilie im Mund zerkaut, erfrischt den Atem zuverlässig. Das Petersilie allerdings gegen Knoblauch und die Ausdünstung von Alkohol hilft ist ein Trugschluss. Hier gelangt der Geruch auch durch die Hautporen nach außen. Neben Petersilie sind vor allem Heilkräuter zuverlässige Helfer bei Mundgeruch. Minze, Rosmarin, Kamille, Salbei und Thymian sind hier die bekanntesten Vertreter. Ingredienzien dieser Kräuter finden sich daher auch oft in Zahnpasta und Mundspülungen. In Form von Tee oder beim Zerkauen der Kerne wirken zudem Kardamom und Bockshornklee positiv auf die Mundhygiene und damit auf den Geruch des Atems.

Was ist zu tun wenn sich der Mundgeruch nicht beseitigen lässt?

Sollten Sie trotz der hier aufgeführten Tipps zur Vorbeugung weiterhin von Mundgeruch betroffen sein, sollte in jedem Fall ein Zahnarzt oder ein Allgemeinmediziner wie der Hausarzt aufgesucht werden, der gezielt nach dem Mundgeruch-Auslöser suchen kann. Viele Ärzte können mögliche Erkrankungen bereits an der Duftnote des schlechten Atems erkennen.

Durch den Autor: im Themenbereich Gesundheit abgelegt.
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