Morgenmuffel – Warum haben Sie morgens schlechte Laune?

Tipps für Morgenmuffel

Morgenmuffel - Warum haben Sie morgens schlechte Laune?

Rund 25 Prozent aller Menschen sind Morgenmuffel und beginnen den Tag unter Qual und mit schlechter Laune. Hier erfahren Sie, was den Morgenmuffel ausmacht und was beim Zusammenleben mit ihm zu beachten ist. Außerdem gibt's ein paar Tipps für Morgenmuffel, damit diese den Start in den Tag besser bewältigen.

Ja, es gibt sie: Menschen, die fröhlich und beschwingt des Morgens aus den Federn springen und den Tag freudig willkommen heißen. Für die sogenannten Morgenmuffel ist jedoch so etwas unvorstellbar. Sie lassen den Wecker x-mal klingeln, bevor sie sich mit Mühe aus dem Bett quälen. Haben sie das dann geschafft, wird es oft auch nicht besser. Sie mögen weder sich noch ihr Spiegelbild, haben keine Lust zu reden, können Geräusche schlecht ertragen und der Partner wird bestenfalls ignoriert. Um im Tag „anzukommen“, brauchen diese Menschen eine mitunter stundenlange Warmlaufphase. Geschätzte 25 Prozent der Bevölkerung zählen zu den Morgenmuffeln, die anderen glücklicheren 75 Prozent müssen dann damit zurechtkommen.

 

Was macht den Morgenmuffel aus?

Unsere Körper schwingen in bestimmten Rhythmen: Denken wir an das im Sekundenrhythmus schlagende Herz, an die Darmmuskeln, die in 30-Sekunden-Intervallen arbeiten oder die Atmung. Von Sekunden und Minuten reicht der Bogen bis hin zu Tages-, Wochen-, Monats- und Jahresrhythmen.

Probleme beim Aufstehen

Für Morgenmuffel ist der Wecker am Morgen ein Albtraum.

Auch wenn man zu niedrigem Blutdruck neigt hat man oft Schwierigkeiten, gut aus dem Traum zu kommen. Grundsätzlich können Sie nichts dafür, wenn Sie zu den erwähnten 25 Prozent „Muffligen“ gehören. Es ist in Ihren Genen verankert. Die innere Uhr und der Biorhythmus läuft bei einem Morgenmuffel, im Gegensatz zum gut gelaunten Frühaufsteher, einfach etwas anders oder langsamer. Morgenmuffel sind in aller Regel Spätaufsteher, die am liebsten ewig liegen bleiben würden und für die der Wecker am Morgen ein ewiger Albtraum ist. Nicht selten gehören Morgenmuffel auch zur Gruppe der nachtaktiven Menschen, die erst in den Abendstunden zur Höchstleistung auflaufen.

Mit einem Morgenmuffel zusammenleben?

Nun, zunächst einmal muss es der Partner wissen, warum und wieso der geliebte Mensch an seiner Seite früh einfach nicht zum Aushalten ist. Viele Nicht-Morgenmuffel fragen sich ob ein Beziehungsproblem vorliegt, das für die schlechte Laune am Morgen verantwortlich ist. Wie oben angeführt, ist es genetisch vorprogrammiert und außerhalb der direkten Einflussnahme der jeweiligen Person. Schlechte Laune am Morgen ist also in aller Regel kein Anzeichen für ein Problem in der Beziehung. Allerdings gibt es kleine Tricks, die dem Betroffenen (und damit auch dem Partner) helfen können, das Problematische am Nicht-Aus-dem-Bett-Kommen zu mildern. Dazu aber später mehr.

Morgenmuffel

Gehen Sie dem Morgenmuffel morgens am besten erstmal aus dem Weg.

Grundsätzlich sollten Sie als „Muffel-Partner“ die Situation einfach annehmen wie sie ist. Lassen Sie den Partner in Ruhe und versuchen Sie nicht, ihn oder sie zu ändern! Nehmen Sie eventuell verletzende Äußerungen nicht persönlich, das ist wichtig. Wenn Sie es als das akzeptieren was es ist, nämlich eine Eigenart des Anderen, so kommen Sie besser damit zurecht.

Praktische Tipps sind folgende: Gehen Sie Ihrem Morgenmuffel einfach aus dem Weg, beschränken Sie sich in Ihrer Wortanzahl auf das Nötigste. Vielleicht ist es besser, Sie wählen eine andere Zeit zum Aufstehen? Lassen Sie eventuell das Radio im Bad und in der Küche aus. Und – ganz wichtig – keine Diskussion über Dinge, die noch schnell vor dem Gang zur Arbeitsstelle geklärt werden müssten. Probleme und anstehende Aufgaben bitte am Abend vorher zur Sprache bringen: Das erhöht definitiv Ihre Chancen auf eine einvernehmliche Lösung.

Wie kommt ein Morgenmuffel gut in den Tag?

Auch hier gilt: Bewusstmachung hat die größte Bedeutung. Denn dann kann man mit kleinen Änderungen große Resultate erzielen. Zunächst einmal ist es wichtig, früh genug ins Bett zu kommen und einen gesunden, von der Länge her ausreichenden Schlaf zu finden. Mit anderen Worten: Den Abend vorher nicht zu reichlich essen, Alkohol und andere anregende Getränke vermeiden, danach in einem gut gelüfteten Zimmer möglichst ohne Fernsehen einschlafen. Ein halbstündiger Abendspaziergang in gemächlichem Tempo wirkt ebenfalls schlaffördernd.

Am Morgen dann können Sie als potentieller Morgenmuffel mit einer kleinen Atemübung beginnen. Spüren Sie dem Fließen des Atems in die Lungen nach, atmen Sie ebenso bewusst wieder aus. Durch die gute Versorgung mit Sauerstoff wird Ihr Körper auf das Aufstehen eingestimmt. Vielleicht können Sie sich aber auch ein paar Minuten Zeit nehmen, den Tag in Gedanken zu planen. Durch dieses Kopfkino wird sich Ihr Aktivitätslevel erhöhen.

Nach dem Aufstehen dann sorgen Sie am besten für viel Licht und frische Luft im Zimmer. Wenn Sie es dann noch schaffen – auch nur für fünf Minuten – eine tägliche Routine zu entwickeln, in die Sie einige Gymnastikübungen einbetten, so sind Sie im Prinzip bestens für einen guten, nicht-muffligen Start in den Tag gerüstet.

Durch den Autor: im Themenbereich Gesundheit abgelegt.
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