Handy verloren – Was tun bei Diebstahl & Verlust?

Tipps wenn das Handy weg ist

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Jeden werden Handys gestohlen oder kommen anderweitig abhanden. Der Verlust ist ärgerlich, muss keine Katastrophe sein! Hier finden Sie hilfreiche Infos darüber, was sie tun können, wenn Sie Ihr Handy verloren haben und wie man dem Schaden bei Verlust zumindest ein wenig vorbeugen kann.

Sie haben Ihr Handy verloren oder vermuten gar dass das Smartphone geklaut wurde? Kein Grund zur Panik, so ärgerlich es auch sein mag, ein teures Gerät in den Sand gesetzt zu haben. Es passiert durchaus häufig, dass ein Handy gestohlen wird oder anderweitig abhanden kommt. Sie stehen also mit Ihrem Problem nicht alleine da! Zuerst sollten Sie versuchen Ihr Handy zu orten. Klappt das nicht, gilt es zumindest für die Inhaber eines Vertrages schnell die SIM-Karte sperren zu lassen, um den wirtschaftlichen Schaden in erträglichen Grenzen zu halten und niemandem die Möglichkeit zu bieten auf Ihre Rechnung zu telefonieren. Die folgenden Zeilen sollen einige der zentralen Fragen beantworten, die Ihnen vermutlich durch den Kopf schießen, wenn Sie Ihren Verlust gerade bemerkt haben.

Verlorenes Handy orten lassen?

Ein Handy geht leicht verloren. Dann muss man einen kühlen Kopf bewahren.

Ein Handy geht leicht verloren. Dann muss man einen kühlen Kopf bewahren.

Wer sein Handy vermisst, kommt meistens zügig auf die Idee, es orten zu lassen. Dies verspricht Gewissheit über den gegenwärtigen Aufenthaltsort. Die technischen Möglichkeiten, um eine solche Ortung vorzunehmen, sind jedoch ziemlich begrenzt. Die einfachste Möglichkeit ist natürlich, die eigene Nummer anzurufen um festzustellen ob sich das Telefon nicht vielleicht doch in einer Tasche oder irgendwo im Umkreis versteckt hat. Wer bezüglich einer Handy-Ortung bei der Polizei anfragt, hat eher schlechte Karten. Denn durch gesetzliche Vorgaben darf eine Ortung nur dann erfolgen, wenn es um die Verfolgung von schweren Straftaten geht. Der bloße Diebstahl eines Handys gehört definitiv noch nicht hierzu. Anderes kann gelten, wenn das Handy mit Gewalt oder einer Drohung abgenötigt worden ist oder bei dem Raub bzw. der räuberischen Erpressung Waffen benutzt worden sind.

Alternativ können Sie versuchen, sich an Ihren Netzbetreiber zu wenden. Mit etwas Glück bietet er die Möglichkeit, Ihr Handy zu orten. Derzeit kommen jedoch scheinbar nur Kunden des Netzbetreibers O2 in den Genuß ihr Telefon mittels Handy-Finder aufspüren zu lassen. Kunden anderer Mobilfunkanbieter müssen Sie sich für einen vergleichbaren Ortungsservice an einen Drittanbieter wenden. Vorsicht jedoch bei verschiedenen Ortungsportalen im Internet, hier gibt es zahlreiche unseriöse Angebote die schlimmstenfalls sogar Abofallen beinhalten können.

Weitere Infos zum Thema Handy-Ortung für Kunden von O2 und anderen Netzbetreibern bietet Ihnen zum Beispiel der Beitrag “Smartphone verloren, was nun?” auf Netzwelt.de

SIM-Karte sperren lassen

Wenn Sie ein Prepaid-Handy haben, ist der maximale wirtschaftliche Verlust vergleichsweise überschaubar. Denn der Dieb oder der unredliche Finder können allenfalls das aktuelle Guthaben auf der Karte aufbrauchen und sodann aus eigener Tasche eine weitere Karte erwerben. Haben Sie jedoch einen Vertrag, so empfiehlt sich dringend, eine Sperrung der SIM-Karte durchführen zu lassen. Dies aus dem Grund, damit der unberechtigte Besitzer des Gerätes keine teuren Sonderrufnummern (v.a. mit erotischen Inhalten) anwählen und über Stunden hinweg nutzen kann. Auch Auslandstelefonate können schnell sehr teuer werden und Rechnungen von einigen hundert Euro entstehen lassen. Sorgen Sie also online oder telefonisch per Kundenhotline dafür, dass Ihre Karte schnell gesperrt wird. Neben Ihrer Rufnummer müssen Sie dann auch Ihre Kundennummer oder Ihr Kundenkennwort und im Idealfall auch Ihre SIM-Kartennummer zur Hand haben. Je nach Netzbetreiber können allerdings Kosten für die Sperrung und/oder eine neue SIM-Karte entstehen.

Polizei und Fundbüro: Zwei Anlaufstellen für den Notfall

Womöglich greift der Versicherungsschutz für das eigene Handy oder Smartphone nur dann, wenn ein Diebstahl oder eine sonstige Straftat bei der Polizei angezeigt worden sind. Dann ist der Gang zur Polizei Voraussetzung, um Schadensersatz von der Versicherung zu bekommen. Ist das Handy unbemerkt abhanden gekommen und bestehen damit keine Hinweise auf einen konkreten Täter, so ist die Chance einer Ergreifung durch die Polizei sehr gering. Etwas anderes mag gelten, wenn man seine IMEI-Nummer kennt (siehe unten) und diese der Polizei mitteilt. Sollte in der Zukunft einmal Hehlerware beschlagnahmt und das Smartphone gefunden werden, kann es an den Berechtigten ausgehändigt werden. Nach 24 bis circa 72 Stunden kann auch im Fundbüro angefragt werden, ob ein Mobiltelefon abgegeben wurde und jemand Finderlohn beansprucht. Frühere sowie auch spätere Anrufe führen regelmäßig kaum noch zum Erfolg.

Vorbeugende Maßnahmen

Es ist schwierig, vorbeugend etwas gegen den Verlust oder den Diebstahl seines Smartphones zu unternehmen. Empfehlenswert ist zwar, ab und an alle Daten zu sichern (namentlich Kontaktdaten von Freunden), um diese im Verlustfall nicht mühsam rekonstruieren zu müssen. Das Aufschreiben der IMEI-Nummer kann auch hilfreich sein, denn die 15-stellige Seriennummer identifiziert Ihr Handy eindeutig. Durch die Tastenkombination: *#06# sollten Sie die IMEI ihres Handys herausfinden können. Sie wird zudem fast immer auf dem Typenschild unterhalb des Akkus angebracht. Wer absolut kein Risiko eingehen möchte, sollte sich hingegen abends und an Wochenenden – vor allem wenn Alkohol getrunken wird – nur mit einem günstigen Zweitgerät zu Partys und in Menschenmengen begeben und das teure Smartphone zu Hause lassen. Bei Vertragsabschluss wird von allen großen Netzbetreibern mittlerweile auch eine Smartphone-Versicherung angeboten, für den Fall dass das Telefon beschädigt oder gestohlen wird.

Durch den Autor: im Themenbereich Alltag abgelegt.
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