Ferienjobs für Schüler – Tipps für den Job in den Ferien

Worauf Ferienjobber achten müssen

Ferienjobs für Schüler - Tipps für den Job in den Ferien

Zahlreiche Unternehmen bieten während der Schulferien spezielle Ferienjobs für Schüler ab 16 Jahren an. Hier erfahren Sie, welche Vorteile und Nachteile ein Ferienjob mit sich bringt, wie man einen Ferienjob finden kann und worauf bei der Ausübung zu achten ist.

Während der Sommerferien verabschieden sich viele Mitarbeiter in den wohl verdienten Urlaub. Zahlreiche Betriebe und Unternehmen bieten dann spezielle Ferienjobs für Schüler an, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Angebote für Ferienjobs gibt es meist reichlich und auch die Verdienstmöglichkeiten sind gut, so dass viele Jugendliche die Chance nutzen, sich in den Ferien mit einem Sommerjob etwas Geld dazu zu verdienen.

Ferienjob für Schüler? – Die Vorteile!

Ein Ferienjob bietet für Jugendliche viele Vorteile. Zum einen lässt sich mit einem Ferienjob das eigene Taschengeld aufbessern, so dass sich Schüler auch Sonderwünsche erfüllen können. Durch einen Ferienjob kann sich der Jugendliche eine neue Spielekonsole oder ein neues Smartphone selbst verdienen, wenn die Eltern dafür nicht aufkommen wollen oder es aus finanziellen Gründen nicht können. Schüler die sich durch einen Ferienjob ihr eigenes Geld verdienen, lernen ausserdem, dass man hart für sein Geld arbeiten muss. Ein Jugendlicher der für sein Geld selbst arbeiten musste, überlegt es sich fortan häufig zweimal, ob er sein Geld in Zukunft leichtfertig ausgegeben wird. Um den verantwortungsvollen Umgang mit Geld zu erlernen, ist ein Ferienjob auf jeden Fall hilfreich.

Ferienjob

Ein Ferienjob bringt für Schüler einige Vorteile mit sich.

Ein weiterer Vorteil für den Jugendlichen ist die Tatsache, dass Ferienjobs eine exzellente Möglichkeit darstellen um erste Eindrücke von der Arbeitswelt zu sammeln. Da auch ein kurzer Ferienjob ordentlich erledigt werden muss und Pünktlichkeit erfordert, kann ein Schüler dort viele Erfahrungen sammeln die ihm im späteren Leben nützlich sein werden. Für Schüler ab 16 kann ein Ferienjob auch durchaus der Berufsorientierung dienen und die Chance auf einen Ausbildungsplatz erhöhen. Viele Arbeitgeber sind erfreut, wenn sie Bewerbungen von Schülern erhalten, die bereits im Rahmen von Ferienjobs oder Praktika in der jeweiligen Branche oder sogar im eigenen Unternehmen gearbeitet haben. Ein Ferienjob hat also durchaus das Potential mehr zu sein als eine nur ein Möglichkeit, sich in den Schulferien das Taschengeld aufzubessern.

Hat ein Ferienjob auch Nachteile?

Obwohl die Ausübung eines Ferienjobs viele Vorteile mit sich bringt, gibt es auch einen negativen Aspekt, den Schüler und ihre Eltern nicht aus den Augen verlieren sollten. Der Ferienjob schränkt die Erholung in den Ferien ein. Diese ist für Schüler, besonders in den höheren Stufen, unbedingt erforderlich. Für viele Jugendliche im Alter von 15-18 Jahren ist der Leistungsdruck in der Schule durchaus anspruchsvoll und sie sollten während der Ferien genug Kraft tanken, um sich auch nach dem Urlaub wieder engagiert ihren schulischen Leistungen widmen zu können.

Regeln für die Ausübung eines Ferienjobs

Wer als Schüler einen Ferienjob ausüben möchte, oder als Arbeitgeber einen Ferienjob anbieten möchte, muss sich dabei an die Regelungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes halten. Dieses Gesetz regelt die Beschäftigung von allen Personen, die noch keine 18 Jahre alt. Es schreibt vor, dass Schüler nur solche Arbeiten übernehmen dürfen, die sie körperlich nicht überfordern oder ihre Gesundheit gefährden. Nicht erlaubt sind zum Beispiel Arbeiten bei großer Hitze, Kälte, bei Lärm oder Akkordarbeit am Fließband. Das Gesetz dient dazu, Jugendliche vor Schäden zu schützen. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, für seine Ferienjobber eine Unfallversicherung abzuschließen. Jeder Ferienjobber hat nach Ablauf einer Tätigkeit von mindestens zwei Wochen das Recht auf ein Arbeitszeugnis vom Arbeitgeber, und sollte dieses auch in Anspruch nehmen.

Wieviel Euro darf ein Ferienjobber verdienen? Schüler die einen Ferienjob annehmen, können ihren Verdienst in aller Regel brutto für netto einstreichen und beim Verdienst durch Ferienarbeit sind nach oben hin gesetzlich keine Grenzen gesetzt. Eltern sollten jedoch darauf achten, dass die Freibeträge für Einkommensteuer und Kindergeld nicht überschritten werden. Bei der Einkommensteuer liegt die Freigrenze derzeit bei 8.004 Euro pro Jahr. Verdient ihr Kind im Ferienjob mehr, sind Steuern zu zahlen. Die gleiche Grenze gilt für das Kindergeld. Sollte ein Kind im gesamten Kalenderjahr mehr als 8004 Euro verdient haben, muss das Kindergeld möglicherweise zurückgezahlt werden. Bei getrennt lebenden Eltern kann der Ferienjob eines Kindes auch die Höhe des gesetzlichen Unterhalts beeinflussen.

Ferienjobs für Schüler ab 13 Jahren: Schüler im Alter von 13-14 Jahren gelten nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz als Kinder. Sie dürfen auch schon das erste eigene Geld verdienen, indem sie einfache Arbeiten wie Kinderbetreuung und Nachhilfeunterricht in privaten Haushalten übernehmen oder Zeitungen und Werbeprospekte austragen. Dafür ist die Einwilligung der Eltern erforderlich und die Jugendlichen dürfen die Aufgaben nur wochentags, von 8-18 Uhr, für bis zu 2 Stunden pro Tag übernehmen.

Ferienjobs für Schüler ab 15 Jahren: Jugendlich ab 15 Jahren dürfen während der Schulferien Vollzeit arbeiten und ihr eigenes Geld verdienen. Doch auch hier gelten Regeln. Gearbeitet werden darf höchstens vier 5-Tage-Wochen in einem Kalenderjahr, was genau 20 Arbeitstagen entspricht. Die tägliche Arbeitszeit darf 8 Stunden, die Wochenarbeitszeit 40 Stunden nicht überschreiten und zwischen den Arbeitstagen muss eine Ruhezeit von mindestens 12 Stunden liegen. Ausserdem legt der Gesetzgeber fest, dass Jugendliche im Alter von 15-17 Jahren nur zwischen 6 Uhr und 20 Uhr arbeiten dürfen. In der Gastronomie können jedoch Ausnahmen gemacht werden. Bei einer Arbeitszeit von 4,5 bis 6 Stunden, stehen dem Ferienjobber 30 Minuten Pause zu. Bei einer Arbeitszeit von 8 Stunden sind es 60 Minuten.

Für Schüler ab 18 Jahre sind bis zu 50 Arbeitstage im Jahr erlaubt. Bei einer 5-Tage-Woche können Sie jedoch höchstens zwei Monate am Stück jobben. Alle Beschäftigungen die darüber hinaus gehen, sind laut Gesetzgeber kein Ferienjob mehr.

Wo und wie einen Ferienjob finden?

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten einen Ferienjob zu finden. Erste Anlaufstelle könnten die Stellenauschreibungen in der regionalen Tageszeitung sein. Auch Eltern, Freunde, Bekannte und Verwandte kennen vielleicht ein Unternehmen, das Ferienjobs anbietet. Weitere Möglichkeiten einen Ferienjob zu finden sind zum Beispiel die schwarzen Bretter, welche sich in vielen Bau- und Supermärkten finden lassen.

Auch ein Schaufensterbummel durch die Innenstadt kann weiterhelfen. Speziell in den Sommerferien suchen Eisdielen, Cafés, Supermärkte und viele andere kleine und große Betriebe nach Aushilfen, die einfache Tätigkeiten übernehmen sollen, für die kein besonderes Hintergrundwissen erfordlich ist und die keine große Einweisung erfordern. Häufig finden sich in den Schaufenstern ausgehängte Stellenangebote, die auf den Bedarf an Arbeitskraft hindeuten. Doch auch wenn kein Aushang vorhanden ist, kann man die Chance nutzen um nach einem Ferienjob zu fragen und sich gleich persönlich vorzustellen. Natürlich kann auch ein Besuch beim nächstgelegenen Jobcenter der Bundesagentur für Arbeit erfolgen um einen Sommerjob für Schüler zu finden. Jedoch kann man auch im Internet über die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit suchen, indem man in der Suchmaske den Suchbegriff Ferienjob verwendet.

Wer einen Ferienjob sucht, sollte sich diesen wenn möglich, mit Blick auf die spätere Berufswahl aussuchen. So kann man bei einer Bewerbung um einen Ausbildungsplatz darauf verwiesen, dass man den Betrieb und das Arbeitsumfeld schon durch einem früheren Ferienjob kennt. Bewerbungstrainer empfehlen, dass Ferienjobs im Falle einer späteren Bewerbung unbedingt im Lebenslauf aufgenommen werden sollte.

Durch den Autor: im Themenbereich Familie & Kind abgelegt.
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