Essbare Pilze – Speisepilze sammeln, bestimmen und zubereiten

Wissenswertes über Pilze

Essbare Pilze - Speisepilze sammeln, bestimmen und zubereiten

Herbstliche Wälder zu durchstreifen und dabei Pilze zu bestimmen und zu sammeln macht Spaß. Doch beim sammeln der Pilze gibt es, ebenso wie beim putzen und zubereiten, sehr viel zu beachten, damit einer gelungenen Pilzmahlzeit nichts im Wege steht.

Im Spätsommer und im Herbst treibt es viele Menschen in den Wald, denn diese Jahreszeit ist die beste Zeit um Wildpilze zu sammeln. Hier finden Sie viele Tipps zum Umgang mit essbaren Pilzen aus dem Wald und Speisepilzen die gezüchtet wurden.

Sind Pilze gesund?

In Maßen genossen, sind die fett- und kalorienarmen Pilze überaus gesund. Pilze enthalten unter anderem viel Eiweiß, Mineralien sowie die Vitamine D und B2. Beim Verzehr von Wildpilzen sollte man sich jedoch etwas in Zurückhaltung üben, denn Wildpilze können erhöhte Konzentrationen von Schwermetallen wie Blei, Quecksilber oder Kadmium enthalten. Nach Expertenmeinung sollte der Wochenkonsum 250 Gramm Pilze nicht überschreiten.

Welche Pilze sind beliebt?

Es gibt sehr viele essbare Pilze. Zu den beliebtesten Zuchtpilzen zählen der Champignon, der Kräutersaibling, der Austernpilz sowie der japanische Shiitake-Pilz. Wildpilz-Sammler such bevorzugt nach dem Steinpilz, einem beliebten Edelpilz. Doch auch Pfifferlinge und Braunkappen (Maronen) sind sehr beliebt. Natürlich gibt es auch in den heimischen Wäldern noch viele weitere Speisepilze. Beim sammeln ist jedoch Vorsicht geboten.

Pilze sammeln im Wald

Wer im Wald Speisepilze sammeln möchte, muss wissen, dass es neben einigen essbaren Pilzen auch viele ungenießbare und giftige Pilze gibt. Jeder Speisepilz hat mindestens einen giftigen oder ungenießbaren Doppelgänger. Es gibt zahlreiche Handbücher die Sammlern dabei helfen, Verwechslungen zu vermeiden und Pilze anhand ihrer äußeren Merkmale zu bestimmen. Häufig sind es winzige Unterschiede die einen Speisepilz von seinem ungenießbaren Zwilling unterscheiden. Wer sich trotz Ratgeber nicht sicher ist, und den Pilz nicht genau bestimmen kann, sollte ihn lieber im Wald belassen.

Pilze putzen und schneiden

Essbare Waldpilze

Essbare Waldpilze werden gerne gesammelt. Sie sollten vor dem Verzehr jedoch gründlich gesäubert werden.

Wie macht man Pilze richtig sauber? Feinschmecker schwören darauf, dass Pilze nicht mit Wasser gewaschen werden sollten, da sie dadurch viel von ihrem Aroma einbüßen. Sie putzen Pilze nur mit einem feinen Pinsel, einem Messer und ggf. einem feuchten Handtuch. Gerade bei Wildpilzen ist diese Art der Reinigung jedoch nicht immer zufriedenstellend.

Pilzen aus dem Wald können schädliche Mikroparasiten anhaften, daher sollten sie vorsichtig unter fließendem Wasser abgewaschen und abgetrocknet werden. Zuchtpilze aus dem Supermarkt, allen voran der Champignon, werden meist sehr sauber ausgeliefert. Egal ob Wild- oder Zuchtpilze, im Wasser schwimmen sollten Sie keinesfalls, denn sie saugen sich sehr schnell voll.

Selbst gesammelte Waldpilze haben im Gegensatz zu Pilzen aus dem Supermarkt oft matschige Stellen und sind teilweise wurmstichig. Diese Stellen sollten herausgeschnitten werden. Ebenso sollten bei Waldpilzen die Lamellen unter dem Hut entfernt werden, da sich in ihnen Schadstoffe konzentrieren. Da bei fast allen Pilzen Hut und Stil essbar sind, empfiehlt sich zwecks Optik und Aroma der klassische Längsschnitt.

Pilze kochen

Wildpilze aus dem Wald sollten nicht roh verzehrt werden. Bei Zuchtpilzen ist das anders, ein frischer Champignon bereicht jeden Salat. Ansonsten gibt es viele verschiedene Möglichkeiten Pilze zuzubereiten. Kochen, grillen, braten, backen, mit dem richtigen Rezept ist das alles kein Problem. Generell gilt, Pilze sollte erst am Ende gewürzt werden, da sie sonst zuviel Wasser abgeben und zäh werden. Pilzgerichte sollten gründlich gekaut werden, da viele Menschen Probleme haben die faserigen Pilze zu verdauen.

Pilze trocknen

Eine beliebte Methode um Pilze langfristig zu konservieren, ist die Trocknung. Dazu werden Pilze an einem Bindfaden aufgezogen und an einem trockenen, dunklen und warmen Ort aufgehängt. Sie lassen sich auch im Backofen, oder mit einem speziellen Dörrofen trocknen. Bei der Trocknung im Backofen werden die Pilze 2 mal 8 Stunden, bei 40-50 Grad und leicht geöffneter Ofentür getrocknet. In manchen Fällen ist auch noch ein dritter Durchgang über 8 Stunden erforderlich. Die Bindfaden-Methode ist also deutlich umweltfreundlicher. Getrocknete Pilze müssen vor der Zubereitung rund 1 Stunde lang gewässert werden.

Pilze einmachen

Um Pilze in einem Einmachglas zu konservieren, werden sie für rund 2 Minuten in heißem Öl angedünstet. Sobald sie heiß sind, werden sie in ein sauberes Einmachglas gefüllt, dass sofort verschlossen und auf den Kopf gestellt wird, bis die Pilze abgekühlt sind. Das Einmachglas mit den Pilzen sollte kühl und dunkel gelagert werden, so sind die Pilze rund 3 Monate haltbar.

Kann man Pilze einfrieren?

In der Tat, lassen sich Pilze einfrieren. Bevor die Pilze den Weg ins Gefrierfach finden, sollten sie allerdings gut geputzt und blanchiert werden. Dazu werden sie kurz in gesalzenem Wasser mit einem Spritzer Zitronensäure gekocht. Danach sind sie rund 6 Monate haltbar. Tiefgefrorene Pilze gibt man bei der Zubereitung direkt in die Pfanne und lässt sie nicht erst auftauen. Pilze die Anzeichen von Gefrierbrand zeigen, sollten nicht mehr verzehrt werden.

Durch den Autor: im Themenbereich Alltag abgelegt.
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. ► Weitere Infos | OK