Blutdruck messen – Welche Blutdruckwerte sind normal?

Informationen zum Blutdruck

Blutdruck messen – Welche Blutdruckwerte sind normal?

Blutdruck bezeichnet den Druck in den Blutgefäßen und im Herzen, er sorgt für die Zirkulation von 4-6 Litern Blut im Körper eines erwachsenen Menschen. Hier erfahren Sie, welche Blutdruckwerte normal sind und wie Sie Ihren Blutdruck selbst messen können.

Eine Blutdruckmessung gibt Auskunft über den Druck in den Blutgefäßen und kann wichtige Informationen über die Funktion des Herz-Kreislauf-Systems liefern. Da die Messung des Blutdrucks leicht, schnell und kostengünstig durchführbar ist, und sie für den Patienten ungefährlich und schmerzfrei ist, gehört sie zu den verbreitetsten Untersuchungsmethoden. Doch nicht nur Ärzte können den Blutdruck messen, man kann ihn auch bequem zuhause ermitteln.

Welche Blutdruckwerte sind normal?

Bevor man sich über die Normalwerte informiert, ist es wichtig zu wissen wie sich der Blutdruckwert zusammensetzt. Der Blutdruck wird in mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) gemessen, was auf den italienischen Arzt Scipione Riva-Rocci zurück geht, der 1896 eine Methode erfand, den Blutdruck mit einer aufblasbaren Manschette und einer Quecksilbersäule zu messen. Ein Blutdruckwert von 110 mm Hg besagt zum beispiel, dass der Druck ausreicht, um eine Quecksilbersäule 110 Millimeter in die Höhe zu treiben.

In der heutigen Medizin werden üblicherweise zwei Blutdruckwerte angegeben, beispielsweise 120/80 mmHg. Die erste Zahl ist systolische Wert, er entspricht dem Druck in der Anspannungsphase des Herzens. Die zweite Zahl ist der diastolische Wert, er entspricht dem Druck in der Entspannungsphase des Herzens. 120/80 mmHg ist auch der meistgenannte Normalwert für einen durchschnittlichen Erwachsen. Ab einem Blutdruckwert von 140/90 mmHg spricht man von Bluthochdruck, der sogenannten Hypertonie. Generell ist der Blutdruck im Alter etwas höher als im mittleren Erwachsenenalter, da mit den Jahren die Elastizität der Gefäße abnimmt.Dennoch sollten auch Senioren die Ursachen des Bluthochdrucks unbedingt von ihrem Hausarzt abklären lassen.

Liegt der systolische Blutdruckwert unterhalb des Normalwertes, spricht man von einer Hypotonie, einem zu niedrigen Blutdruck. Bei Frauen ist ein Wert unter 100 mmHg (systolisch), bei Männern ein Wert unter 110 mmHg ein Anzeichen dafür, dass der Blutdruck zu niedrig ist.

Was sind die Risiken von zu hohem Blutdruck?

Schätzungsweise 20 Millionen Deutsche, fast jeder vierte Bundesbürger, sind von Bluthochdruck betroffen. Hoher Blutdruck wird also nicht ohne Grund als Volkskrankheit bezeichnet. Häufig bleibt der Bluthochdruck über Jahre hinweg unbemerkt und wird erst festgestellt, wenn es zu ersten Symptomen kommt. Auf Dauer schadet Bluthochdruck dem Körper, die Hypertonie gilt als ein Risikofaktor für Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenschädigung und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Was sind die Risiken von zu niedrigem Blutdruck?

Zu niedriger Blutdruck kann Müdigkeit, Schwindel, kalte Hände und Füße, Sehstörungen oder Ohrensausen verursachen. Ist der Blutdruck zu niedrig, strömt weniger Blut in das Gehirn und es erhält weniger Sauerstoff. In der Regel werden der Hypotonie keine schwerwiegenden Folgeerkrankungen zugeschrieben, jedoch können auch Stürze die durch Schwindel, Ohnmacht oder Sehstörungen verursacht werden schlimme Folgen haben.

Was kann nicht normalen Blutdruck auslösen?

Dass der Blutdruck kurzfristig schwankt, ist vollkommen normal. Körperliche und seelische Anstregungen oder Kaffeekonsum können solche Schwankungen bewirken. Längerfristig anhaltende Blutdruckschwankungen sollten jedoch unbedingt durch einen Arzt abgeklärt werden, insbesondere bei Bluthochdruck. Dauerhaft erhöhter Blutdruck kann erblich bedingt oder mit Übergewicht verbunden sein. Auch Alkohol- und Nikotinkonsum sowie anhaltender Stress können die Ursachen sein.

Für niedrigen Blutdruck kann die körperliche Verfassung verantwortlich sein, da er vor allem bei jungen und sehr schlanken Menschen auftritt. Auch erbliche Faktoren, Flüssigkeitsmangel, Blutverlust oder die Einnahme von Medikamenten können eine Ursache sein.

Wie kann ich meinen Blutdruck selbst messen?

Blutdruck messen

Mit einem Blutdruckmessgerät kann man seinen Blutdruck selbst messen.

Wer Blutdruckprobleme hat, kann natürlich nicht für jede Messung den Hausarzt aufsuchen. Doch das ist auch kein Problem, denn die Selbstmessung kann man auch bequem in den eigenen 4 Wänden durchführen.

Früher wurde der Blutdruck mit Hilfe einer Blutdruckmanschette und eines Stethoskops gemessen. Heute kann man auch ganz einfach ein elektronisches Blutdruckmessgerät verwenden. Bei der Selbstmessung sollte darauf geachtet werden, immer in der selben Körperhaltung zu messen und das Blutdruckmessgerät an der vom Hersteller vorgeschriebenen Stelle zu platzieren.

Es gibt Messgeräte für den Oberarm, und welche für das Handgelenk. Idealerweise befindet sich das Messgerät während der Messung auf Herzhöhe. Bei Geräten für die Oberarmmessung geschieht dies automatisch. Wer die Blutdruckmessung am Handgelenk durchführt, sollte den Unterarm dabei auf Herzhöhe ablegen. Um Veränderungen des Blutdrucks zu dokumentieren, können Sie ein kleines Blutdruck-Tagebuch führen in dem Sie die gemessenen Werte notieren. Dieser Dokumentation können Sie natürlich auch eigene Notizen über körperliche Anstregungen etc. hinzufügen. Ihr Blutdrucktagebuch nehmen Sie dann beim nächsten Arztbesuch einfach mit.

Denken Sie daran: Blutdruckschwankungen und erhöhter Blutdruck sollten unbedingt durch einen Arzt abgeklärt und regelmäßig überwacht werden.

Durch den Autor: im Themenbereich Gesundheit abgelegt.
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