Beziehungsprobleme – Wann ist die Partnerschaft in Gefahr?

Probleme in der Partnerschaft

Beziehungsprobleme - Wann ist die Partnerschaft in Gefahr?

Ein gelegentlicher Streit ist in einer Partnerschaft ganz normal. Andauernde Beziehungsprobleme jedoch belasten beide Partner gleichermaßen und sollten unbedingt gelöst werden. Hier finden Sie hilfreiche Infos über weitere mögliche Ursachen und Anzeichen von Beziehungsproblemen, sowie ein paar Tipps zur Lösung der Krise in der Partnerschaft.

Wenn zwei Menschen eine Partnerschaft eingehen, kommt es früher oder später zu Beziehungsproblemen. Bisweilen sind sie voraussehbar, beispielsweise bei einem sehr großen Altersunterschied oder anderem kulturellen Hintergrund, manchmal werden sie durch besondere Ereignisse wie plötzliche Krankheit oder Arbeitsplatzverlust ausgelöst, häufig auch durch eine Änderung der Rollenverteilung, etwa durch die Mutterschaft einer berufstätigen Frau. Viele Trennungen können jedoch verhindern werden, wenn die ersten Anzeichen erkannt.

Ursachen für Beziehungsprobleme

Ob Beziehungsprobleme lösbar sind, ist auch abhängig davon, wie sowohl das Paar als auch die Einzelpersonen allgemein mit Konflikten umgehen. Ein reinigender Streit ist harmlos, wenn der gegenseitige Respekt gewahrt bleibt und eine wirkliche Versöhnung geschieht. Häufige Konfliktauslöser sind Untreue, Eifersucht, sexuelle Probleme, Geld, einseitiger Kinderwunsch, verschiedene Ziele und die Rollenverteilung.

Männer versuchen oft, Konflikten aus dem Weg zu gehen, weil sie Probleme und Warnsignale nicht sehen wollen, Angst vor den Folgen haben, ihre Fehler nicht zugeben oder über ihre Gefühle nicht reden können. Wenn ihre Partnerin das Gespräch sucht, entziehen sie sich durch Schweigen oder reagieren aggressiv.

Nicht selten geben Frauen bei andauernden Beziehungsproblemen irgendwann frustriert auf.Frauen geben irgendwann frustriert auf, ziehen sich innerlich zurück oder verlassen den Mann, wenn sie finanziell unabhängig oder kinderlos sind. Dagegen ertragen viele Frauen oft jahrelang die Situation, wenn kleine Kinder da sind, bevor sie die endgültige Trennung vollziehen. Sie erkennen häufig sehr früh erste Anzeichen einer Beziehungskrise, geben ihrem Partner viele Hinweise und überlegen lange, bevor sie ihn verlassen. Aber sie machen häufig den Fehler, ihren Partner zum Reden zwingen zu wollen. Je mehr er sich dem Gespräch entzieht, desto mehr Diskussionen und Vorwürfe folgen, so entsteht ein Teufelskreis.

Anzeichen für Beziehungsprobleme

Weniger gemeinsam verbrachte Zeit, nachlassende Aufmerksamkeit, keine Zärtlichkeiten mehr, abnehmender Respekt, Nörgeleien, Reizbarkeit, Verschlossenheit und sexuelles Desinteresse sind erste Hinweise. Schnell entwickelt sich daraus ein Nebeneinander her leben. Werden starke Anpassungen und Änderungen verlangt, z.B. ein Hobby aufgeben, oder wandeln sich Interessen, Werte und Ziele grundlegend, löst das ernste Konflikte aus. Kommt es zunehmend zu anhaltenden Demütigungen, Machtkämpfen und werden Schuldgefühle geweckt, besteht bereits eine große Trennungsgefahr. Außerdem führen Partnerschaftsprobleme oft zu schweren Erkrankungen.

Beziehungsprobleme lösen

Um Beziehungsproblemen vorzubeugen, ist ein gegenseitiger Austausch über die täglichen Erlebnisse und Gedanken sehr wichtig. Eine lebendige Kommunikation bildet die Basis, um Probleme im Frühstadium leichter zu erkennen und sachlich darüber zu reden. So können wichtige Entscheidungen, etwa Kinderwunsch oder Kreditaufnahme, leichter gemeinsam getroffen und Kompromisse für strittige Punkte gefunden werden.

Gemeinsame Aktivitäten können helfen Beziehungsprobleme zu überwinden, aber auch zu neuen führen.Gemeinsame Aktivitäten und Rituale, gegenseitige Komplimente, kleine Aufmerksamkeiten, Zärtlichkeiten, sich an vergangene glückliche Erlebnisse erinnern, Jahrestage feiern und zusammen lachen stärken das Gefühl der Zusammengehörigkeit. Ebenfalls wichtig sind Freiräume für Freundschaften und Hobbys, sowie die gegenseitige Unterstützung und ein Gleichgewicht von Geben und Nehmen. Wenn Kinder da sind, werden Frauen oft gegen ihren Willen in die Hausfrauen- und Mutterrolle gedrängt. Gibt es bei einem berufstätigen Paar keine gleichmäßige Aufteilung der Hausarbeit, sind Frust und Streit vorprogrammiert. Männer ersparen sich also viele Probleme, wenn sie ihre tägliche Verantwortung für Hausarbeit und Kindererziehung ernst nehmen.

Auch wenn sich schwerwiegende Probleme nicht so leicht lösen lassen, ist es sehr wichtig, klar die eigenen Gefühle, Wünsche und Erwartungen zum Ausdruck zu bringen, anstatt Vorwürfe zu machen. Besonders bei einseitigem Kinderwunsch und sexuellen Problemen ist es notwendig, über die eigenen Wünsche zu sprechen, um eine für beide annehmbare Lösung zu finden. Dasselbe gilt für finanzielle Belastungen, wichtige berufliche Veränderungen oder bei schweren Erkrankungen.

Ist es bereits zu schweren Verletzungen gekommen, beispielsweise durch einen Seitensprung, ist die Beziehung normalerweise unwiderruflich geschädigt und kann nur selten wieder geheilt werden. Kommt es trotzdem nicht zur Trennung, etwa wegen der Kinder, rächt sich die betrogene Person oft in irgendeiner Weise. Hier kann dann nur noch durch psychotherapeutische Hilfe oder eine Eheberatung / Paartherapie versucht werden, die Beziehung zu retten, da häufig vergangene Beziehungen oder Kindheitstraumata die Partnerschaft unbewusst belasten.

Durch den Autor: im Themenbereich Familie & Kind abgelegt.
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